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Klimaschutzpreis 2021

Klimaschutzpreis 2021


Am vergangenen Dienstag, den 27.07.2021 wurde die Schlossschule mit dem Klimaschutzpreis 2021 des Landkreis Tuttlingen ausgezeichnet – eine Prämierung, deren Bewerbung bereits 2019 von Lioba Elsäßer initiiert und realisiert wurde, wegen der Coronapandemie jedoch immer wieder verschoben werden musste.

Klimaschutz ganzheitlich gedacht – mit diesem Schwerpunkt bewarb sich die Schlossschule und zählte am Ende zu einem der sechs Gewinner. Mit der Prämierung ist ein Scheck über 500 Euro verbunden - Geld, was in Zukunft für weitere klimaschutzfreundliche Projekte angelegt wird.

Dass eine Grundschule gewinnt, ist etwas Besonderes, denn Klimaschutz lässt sich leichter mit älteren Schülerinnen und Schülern umsetzen.

Klimaschutz wurde und wird an der Schlossschule immer wieder zum Thema gemacht. Ganzheitlich und spiralcurricular, das bedeutet, das Thema steht immer wieder auf der Tagesordnung, damit die Kinder stets neu und vor allem nachhaltig sensibilisiert werden.

So entstand in den letzten Jahren der Schulgarten, ein Projekt, welches vom ehemaligen Bürgermeister Markus Hugger unterstützt und mit Hilfe des Bauhofs, unter der Federführung von Alexander Zonta mit umgesetzt wurde.
So enstand jedoch nicht nur ein Schulgarten, um den sich die Schülerinnen und Schüler langfristig kümmern, es wurden auch ein großes Insektenhotel mit den Kindern gebaut, Nistkästen für Vögel und Futterstationen für Eichhörnchen realisiert.
Jedes Jahr wurden immer wieder, wie ein Ritual, tausend Sonnenblumensamen gepflanzt. „Lass 1000 Sonnen blühen“ - ein Projekt, zu dem regelmäßig die Landartkünstlerin Regina Haller anreiste. Die Sonnenblume – Symbol für das ewige Leben, denn aus einem Samen werden tausende neue Samen, deren Blüten zum einen Nektar für Insekten spenden, auf der anderen Seite aber auch Vögeln Futter bieten. Die, die am Ende übrig bleiben, erblühen im nächsten Sommer neu.

Jedes Jahr wird aktiver Klimaschutz durch neue Projekte ergänzt – so wurden dieses Jahr auf dem großen Schulhof mit der Garten-AG vier neue Beete realisiert, die sowohl Insekten als auch Schmetterlingen als Nahrungsquelle und Lebensraum dienen.
Und da bei all diesen Projekten immer auch die Schlossschulkinder mitwirken, findet eine besondere Identifikation mit dem Lernort Schule statt. Es lässt sich beobachten, dass die Kinder ihre Umwelt aufmerksam wahrnehmen, Veränderungen erkennen, auf ihre Umwelt achten und feststellen, dass sie die Welt nachhaltig zum Positiven verändern können, wenn sie sich einmischen, engagieren und ihre Welt selbst mitgestalten dürfen.
Und so fällt dem ein oder anderen plötzlich auf, dass Müll auf dem Boden liegt. Wo früher einfach daran vorbeigelaufen wurde, wird sich heute viel eher gebückt und der Müll entsorgt. Und Kinder sind mittlerweile so sensibilisiert, dass sie sehr wohl einschätzen können, ob die heruntergefallene Maske zum Beispiel vielleicht sogar eine Gefahr für die Tiere darstellt, wenn sie als Nistwerkzeug dient, in der sich die „Kleinen“ verheddern können.

Schön, dass dieses Engagement durch einen Preis belohnt wurde – ein herzliches Dankeschön an Lioba Elsäßer, Sarah Stärk (Insektenhotel), Alexander Zonta und dem ehemaligen Bürgermeister Markus Hugger - sowie allen Schulkindern der Schlossschule!

Fotos: Privat
Fotonachbearbeitung: Thorsten Wollenhöfer


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